Die Geisha
Kurz gesagt: Verkitschte und schön fotografierte Bestsellerverfilmung. Ein hübsches kleines Mädchen mit außergewöhnlich schönen blauen Augen wird von ihren Eltern verkauft. Fern ihrer Heimat soll sie zur Geisha ausgebildet werden, wird aber wegen ihres Unwillens sich mit der neuen Situation anzufreunden zur Dienerin. Nur langsam arbeitet sie sich nach oben, um die Anmut und das Ansehen einer wahren Geisha zu erwerben. Lange habe ich mich vor diesem Film (6 Oscar-Nominierungen!) gedrückt. Zu viel Presse im Vorfeld – in China sei der Film verboten, die japanischen Hauptfiguren werden von Chinesinnen dargestellt, viel zu viel Hollywood, viel zu wenig Asien… Dennoch hat mir der Film gefallen – nicht zuletzt wegen der wunderbaren Aufnahmen. Es bleiben leider viele Fragen zum Wesen der Geisha unbeantwortet, der Kitsch nimmt überhand, dennoch ist es ein Ausflug in eine fremde, exotische Welt. Mich hat der Film an “Anna und der König” erinnert – und wenn diese Filme einen Zweck haben dann den, die Zuschauer neugierig zu machen auf andere Kulturen und einfach mal ein Buch zur Hand zu nehmen, wo die aufgeworfenen Fragen beantwortet werden.