Ein ungezähmtes Leben
15. December 2005 von AnnikEin ungezähmtes Leben
Endlich darf Robert Redford ein alter Mann sein, muss nicht mehr den smarten Gigolo geben, der Frauen Geld für Sex anbietet… Hier ist er ein Ex-Cowboy mit sonnengegerbter Haut, der seinen Freund Mitch (Morgan Freeman) nach einem Bärenangriff irgendwo im amerikanischen Niemandsland Wyomings pflegt. Seinen Lebensmut hat er längst verloren, als sein Sohn bei einem Autounfall ums Leben kam. Doch dann, ein Jahrzehnt später, steht plötzlich seine verhasste Schwiegertochter (Jennifer Lopez) vor der Tür – mit der Enkeltochter, von der der alte Mann nichts wusste.
Es macht Spaß, diesen Film anzusehen. Redford und Freeman grummeln sich an und doch merkt man, wie tief ihre Freundschaft geht. Man spürt, wie tief die Konflikte und Verletzungen aller Beteiligten gehen. Und so freundet sich der Opa langsam mit der Enkelin an, gewöhnt sich an seine neue Rolle. Hauptthema ist die Versöhnung, das Verzeihen und das Loslassen. Einziges Manko an dem Film, der mir ebenso oft Lach- wie auch richtige Tränen in die Augen getrieben hat: Gegen Ende wird genau dieses Hauptthema nochmal mit dem Holzhammer eingetrommelt. Das hätte man sich sparen können – daher halber Punkt Abzug.






