Hatice Akyün – Einmal Hans mit scharfer Soße

13. May 2006 von Annik
Einmal Hans mit scharfer Soße : Leben in zwei Welten
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Annik*****

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Einmal Hans mit scharfer Soße : Leben in zwei Welten

Hatice Akyün ist freie Journalistin und lebt in zwei Welten – sie ist in der Türkei geboren, kam aber als Kleinkind mit ihrer Familie nach Deutschland. Während die Eltern ihre Traditionen weiter führen und schlecht deutsch sprechen, fühlt sich Hatice in Berlin zu Hause. Dennoch fühlt sie sich auch türkisch. Hatice sammelt High Heels in einer Glasvitrine, sie zupft den perfekten Augenbrauenbogen und am liebsten würde man sich zu ihr nach Hause einladen lassen. Also nicht zu ihr nach Hause – eher zu ihren Eltern. Denn dort biegen sich die Tische, während bei Hatice der Kühlschrank immer leer ist. Zum Titel: Hatice hätte gerne einen heißblütigen deutschen Mann, also einen Hans mit scharfer Soße. Aber man kann eben nicht alles haben. Gibt es von Hatice Akyün selbst gelesen auch als Hörbuch auf zwei CDs bei Amazon oder bei Audible zum Herunterladen.

5 Kommentare zu “Hatice Akyün – Einmal Hans mit scharfer Soße”

  1. Hans Morhun sagt:

    Mir vielen zeitlichen Unterbrechungen habe ich nur drei Tage gebraucht, das Buch “aufzusaugen”. Es hat mich fasziniert und gleichzeitig aufgeklärt. Mein Leben als Kartoffel mit einer gehörigen Portion türkischen Honig währt nun schon über 7 Jahre. Für meine Freundin und für mich ist das Buch eine wirkliche Hilfe gewesen. Inzwischen interessieren sich andere türkische Frauen dafür. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass sie dieses Buch kaufen sollen und nicht einfach “türkisch übernehmen”. Meine Tochter, die mir dieses Buch schenkte, hat eine Widmung mit hinein geschrieben, so dass dieses Unikat nicht so ohne weiteres mehrere Hände durchlaufen kann. Dann wüssten nämlich auch die Freundinnen meiner Freundin von meiner Existenz. Oh, Schande!
    Möge Allah die Hand schützend über Hatice legen, damit sie den Anfeindungen aus den eigenen Reihen gut übersteht. Von den Kartoffeln hat sie jedenfalls nichts schlechtes zu erwarten. Vielleicht läuft ihr ja eines Tage die richtige Kartoffel über den Weg.
    Es sei ihr von ganzem Herzen gegönnt.

    Hans

  2. su sagt:

    ein super buch.ich habe mich richtig wiedergefunden im buch nur ich bin erst 20.ich würde gerne mal kontakt zu hatice akyün aufnehmen hat einer ein tipp???

  3. Michael sagt:

    Vielleicht über den Verlag:
    http://www.randomhouse.de/author/author.jsp?per=114392

  4. hans sagt:

    Noch ein Hans. Schon an die 60.
    Welch teure Heiratsanzeige? Es geht auch einfacher. Um aber eine Kartoffel zu gewinnen, muss man sich eben der zu erwartenden Probleme entledigen. So sehr sich ein Vater auch wünscht, einen passenden Mann für seine Tochter zu haben, so sehr werden sich die Probleme mit den Brüdern mehren. Da Gewalt in orientalischen Familien durchaus ein probates Mittel ist, um Konflikte zu lösen oder zu “regeln”, muss die Kartoffel diesbezüglich schon ein bisschen Toleranz zeigen. Wenn ein Bruder meint, er müsse da etwas mit der Kartoffel regeln, dann ist die Beziehung wieder vorbei. Niemals würde sich eine Schwester gegen ihre Brüder oder Familie stellen. Aus eigener Erfahrung kenne ich das genau, denn ich musste dem 24 jährigen Sohn “meiner” türkischen Muslime auch erst die Ohren besäumen, damit er merkte, dass seine Kung-Fu-Übungen an einem alten Mann durchaus im Fiasko enden können. Mein Glück dabei war allerdings, dass da nur ein Türke war. Meist ist es ja anders wie Fatih Akin (Gegen die Wand) eindeutig und praxisnah dargestellt hat. Leider.
    Wie auch immer: Die Wunschvorstellung, mit einer Orientalin seine Zukunft ernsthaft zu gestalten, ist gründlich in die Hose gegangen. Das Gefühlsleben von Orientalen weicht sehr weit von dem des Europäers ab. Um einer Orientalin zu genügen, muss man als Europäer(Kartoffel) erst einmal begreifen, dass der Mann der Größte ist. Jeder Schritt, den er zurückweicht, um ihr persönliche Freiheiten einzuräumen, wird stets als Schwäche gesehen. Damit ist die Trennungsphase schon im Gange.
    Dennoch das Buch liest sich gut und weckt natürlich die Neugierde. Ich habe mich köstlich amüsiert, allerdings auch diese Problematik erkannt. Nicht alles lässt sich mit “Überschwang” erklären oder respektieren.
    Meine besten Wünsche gehen dahin, dass die Autorin alle ihre Wünsche erfüllt bekommt.

  5. Monika Grizler sagt:

    Hallo,

    ein super buch.ich habe mich richtig wiedergefunden im Buch. Ich bin jetzt 42 ahre alt und komme nicht aus der Türkei, bin auch nicht muslimin,aber kenne es zwischen zwei Kulturen zu leben und sich zu beiden zu gehören und zu bekennen.

    Für “Einmal Hans mit scharfer Soße”, brauchte ich gerade einen Tag bis ich das Buch gelesen habe. Das zweite Buch von Hatice, “Ali zu Dessert”, hab ich in 2 Tagen gelesen.

    Hatice, machen Sie weiter so, ich freu mich schon auf Ihr nächstes Buch ..und natürlich auf die Fortsetzung.


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