L.A. Crash
5. September 2005 von AnnikL.A. Crash
Für mich der beste Film des Jahres 2005! Regisseur Paul Haggis zeigt die dunkle Seite von Los Angeles. Die Seite, auf der jeder jedem misstraut, auf der Rassismus das Denken beherrscht und die Angst zum Waffenkauf verleitet. Haggis baut verschiedene Erzählstränge auf, die am Ende natürlich alle miteinander verknüpft sind. Da ist die iranische Familie, die als islamische Terroristen beäugt werden; die einsame weiße Staatsanwaltsgattin, die hysterisch wird, wenn sie Südamerikaner sieht; der chinesische Menschenschmuggler und das schwarze Gaunerpärchen… “L.A. Crash” handelt von Gewalt, ohne sie zu zeigen. Der Film deckt die Missverständnisse zwischen den Nationalitäten auf, und beleuchtet alle Charaktere so deutlich, dass man ihr Handeln nachvollziehen kann und sie versteht. Dazu noch brilliant besetzt mit Sandra Bullock, Brendan Fraser, Matt Dillon, Don Cheadle, Ryan Phillippe und anderen. Ich war schon oft in Los Angeles und mich hat die Verherrlichung dieser Stadt schon immer gestört. Nach diesem Film ging ich mit Herzklopfen aus dem Kino – denn ich habe noch nie so einen realitätsnahen Film gesehen. Mittlerweile war ich schon zwei Mal drin. Ein Plädoyer für Toleranz, Verständnis und Ruhe im Umgang mit anderen Menschen.
Filmstart: 4. August 2005.









11. September 2005 um 01:37
LA. Crash war wirklich der mit Abstand sinnloseste Film, den ich seit langem gesehen habe. Ein wirklich bizarr überflüssiger Film oder wollten uns die Macher tatsächlich etwas Neues den Zustand der USA des 21. Jahrhunderts erzählen? Und dann diese Musik, diese ewige Gejammer, schlimm, sehr schlimm…
aber ansonsten: macht nur weiter so!
1. February 2006 um 17:15
Muss meinem Vorschreiber deutlich widersprechen: LA Crash war wirklich einer der besten Filme, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Hab ihn mir erst gestern ausgeliehen und ihn eigentlich mit ziemlich gemischten Gefühlen in mein DVD-Laufwerk geschoben, weil ich mehrfach von Vergleichen mit Magnolia gehört habe und ich von dem nie so angetan war. Aber LA Crash hat mich dann völlig eingenommen und begeistert. Der Film beleuchtet sehr sensibel verschiedene menschliche Schicksale in LA, die sich im Zeitverlauf immer mehr miteinander verstricken. Und dann knallen sie in hochspannenden und dramatischen Momenten aufeinander. Diese aufeinanderfolgenden “Crashes” haben es wirklich in sich und lassen einem zeitweise kaum mehr Luft zum Atmen. Dass liegt vor allem auch daran, dass in hier Charaktere auftreten mit Licht und Schatten – sie sind nicht nur böse oder nur gut, sondern vor allem eins – nur Menschen. Also, war wirklich selten so gepackt von einem Film – unbedingt ansehen.
6. April 2006 um 11:00
Hm, ob das hier noch jemand liest? Egal – wollte nur kurz loswerden, dass in USA gerade der Director’s Cut von Crash erschienen ist. Hoffentlich kommt der auch bald nach .de!